Die Grazer Slawistik lädt herzlich zu einem Aktionstag in Solidarität mit der Ukraine ein!
Інститут славістики Ґрацького університету щиро запрошує доєднатися до події на знак солідарності з Україною!
WÖRTER IM KRIEG
Lesung und Gespräch mit Ostap Slyvyns’kyj UR 33.1.224, 17:00
Im Rahmen des Masterseminars „Kulturelle Aspekte von Trauma und Therapie“
(Prof. Dr. Tatjana Petzer)
Wie verändert der Krieg die Sprache?
Wie kommt ein Trauma zu Wort?
Wie schreiten Worte zur Tat?
Der Dichter, Übersetzer und Literaturwissenschaftler Ostap Slyvyns’kyj, Dozent an der Universität L’viv, sammelte seit Russlands Invasion sprachliche Zeugnisse des Kriegsalltags und dokumentierte sie in seinem Словник війни (Wörterbuch des Krieges). Im Gespräch mit dem Autor diskutieren wir die Bedeutung epischer Kleinformen in Zeiten des Krieges gegen die Ukraine.
Moderation: Dr. Mariya Donska (Postdoc am Institut für Slawistik der Universität Graz in Karenz, Projektleiterin bei der Gerda Henkel Stiftung)
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verein „Ridna Domivka“ und dem Festival für ukrainische Kunst Dnipro in Graz statt.
AGAIN[ST] APOKALYPSE
Posterausstellung Graz–Charkiv BR 1.312, 18:30
40 Jahre nach dem Reaktorunglück in Chornobyl’ ist die ökologische Bedrohung längst nicht gebannt, sondern vor dem Hintergrund des Invasionskriegs Russlands in der Ukraine aktueller denn je. Studierende und Lehrende der Grazer Slawistik nahmen diesen Jahrestag im Sommersemester 2026 zum Anlass, sich im Rahmen des Masterseminars „Ostkunst: Neo-Avantgarden und neue Öffentlichkeit“ der Frage zu widmen, wie ökologisches Denken in postkatastrophischen Texten und Bildern artikuliert wird – und aus diesen theoretischen wie ästhetischen Erkundungen eine Ausstellung zu kuratieren.
Eine Auswahl des dabei erarbeiteten Materials wurde dann in Charkiv von Studierenden unter der Leitung von Nadiia Velychko an der Staatlichen Akademie für Design und Kunst in typografische Bildwelten der Plakatkunst übersetzt. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit trägt den Titel „Again[st] Apocalypse“ und macht die doppelte Bewegung der Kunst nach Chornobyl’ sichtbar: again – als Wiederholung und Klage, against – als Widerstand und Anklage im Zeichen der Apokalypse, jenes Zustands, in dem Katastrophe und Zeitwende untrennbar ineinander greifen.
Organisation: Iryna Orlova (Ukrainehilfe Uni Graz/AAU Klagenfurt), Tatjana Petzer (Professur für Slawische Literatur- und Kulturwissenschaft, Uni Graz) in Kooperation mit Nadiia Velychko (Dozentin an der Staatlichen Akademie für Design und Kunst in Charkiv)
Präsentation: Jana-Carina Beller, Anna Gierlinger, Sandra Schitter, Silvia Stecher (Masterstudierende des Instituts für Slawistik Uni Graz)
LAMENTATIONEN mehrsprachig BR 1.312, 19:00
Begleitender Kommentar: Tatjana Petzer
Der Chor <polyphon> am Institut für Slawistik unter der Leitung von Nika Shydlovska (Slawistik/ITAT) performt slawische volkstümliche, liturgische und arrangierte Klagelieder.