Der "Slavistentag" ist der nationale Kongreß der deutschen Slavistik, der seit 1964 alle 3-4 Jahre jeweils am Ort einer Universität mit einem slawistischem Institut stattfindet. Da regelmäßig auch deutschsprachige Slawistinnen und Slawisten aus Österreich und der Schweiz teilnehmen, handelt es sich um den größten slawistischen Kongress im gesamten deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr fand vom 1.-3. Oktober der XII. Deutsche Slawistentag an der Universität Gießen statt, und zwar mit starker Beteiligung von Grazer Slawisten und Slawistinnen.
Ivana Barkijević referierte zum Thema „Kroatische Online-Texte zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit“. Das Thema des Vortrags von Dagmar Gramshammer-Hohl war „Exilerfahrung und Altern in der russischen Emigrationsliteratur“. Der Beitrag von Peter Grzybek im Rahmen des Panels Digital Humanities lautete „Πραξις · τέχνη · ϑεωρία · ἐπιστήμη ? Praxis/Praktik – Technik – Theorie – Wissenschaft ?“. Renate Hansen-Kokoruš widmete ihren Vortrag dem Thema „ Die Rückkehr als Chronotopos und Motiv“. Dijana Simić analyisierte in ihrem Beitrag „I am complicated“ Figurenkonzepte bei Aleksandar Hemon und Bekim Sejranović. Im Fokus der Aufmerksamkeit von Olesia Zalkowski stand die Frage der „Konstruktion von Identität zwischen Sowjetbürger und Angehöriger einer vorsowjetischen Kultur in postsowjetischen Autobiographien“. Auch zwei ehemalige Kollegen der Grazer Slawistik waren vertreten: Peter Deutschmann (Uni Salzburg) mit dem Beitrag „Schlüsselwörter in der Tasche: ‚kapsa‘ bei Karel Čapek“ und Emmerich Kelih (Uni Wien) mit „Lehnwörter im Slowenischen und Kroatischen: Empirische und crosslinguistische Perspektiven“.