Herzliche Einladung zur Lesung!
Reihe International
Einleitung: Agnes Altziebler
Gespräch: Renate Hansen-Kokoruš
Dolmetscher: Arno Wonisch
Lesung der deutschen Texte: Rudi Widerhofer
„Weil in jeder Familiengeschichte alles Wichtige der Weltgeschichte steckt“, hat Miljenko Jergović sich auf die Spuren seiner Familie begeben. Als seine Mutter, zu der er kein einfaches Verhältnis hat, im Sterben liegt, reist er nach Sarajevo und bringt sie zum Erzählen. Dort, wo jede Straße ihn in die Vergangenheit seiner traumatisierten Heimat führt, setzt er sich in einem schmerzlichen Prozess mit ihrem Erbe auseinander: Kinder des einstigen Habsburgerreichs, waren sie als Eisenbahner Zugereiste, und jeder Krieg stellte ihre Identitäten und Loyalitäten neu auf die Probe. Das Gefühl von Fremdheit ist dem großen europäischen Erzähler Miljenko Jergović geblieben, auch wenn er sich an den Konflikten der Gegenwart auf seine Weise reibt.
Miljenko Jergović, geboren 1966 in Sarajevo, lebt in Zagreb, Schriftsteller und politischer Kolumnist. Zuletzt bei Schöffling: Wolga, Wolga (2011), Vater (2015), Die unerhörte Geschichte meiner Familie (2017).
In Kooperation mit dem Institut für Slawistik